Psoriasis-Arten


Plaque psoriasis

Dies ist die häufigste Form der Erkrankung. Als "Plaque" wird ein klar definiertes Areal von roter, erhabener Haut bezeichnet. Alternativ wird auch das Wort "Läsion" häufig verwendet. Der flockige, silbrig-weiße Belag auf den Plaques wird als Schuppung bezeichnet und besteht aus toten Hautzellen. Diese Schuppung löst sich und wird kontinuierlich von den Plaques abgestoßen. Die von Psoriasis betroffene Haut ist in der Regel sehr trocken und als weitere Begleitsymptome können Schmerzen am betroffenen Hautareal, Juckreiz und Aufreißen der Haut auftreten. Sie tritt am häufigsten an den Knien, Ellbogen, der Kopfhaut, hinter den Ohren, am Nabel, an der Gesäßspalte und den Genitalien auf.


 

Kleinfleckige Psoriasis

(Psoriasis guttata): Ähnelt kleinen, roten, einzelnen Tropfen auf der Haut. Diese Läsionen treten im Allgemeinen am Abdomen und an den Extremitäten auf, manchmal auch an der Kopfhaut. Sie sind in der Regel nicht so dick und schuppenbedeckt wie bei der Plaque-Psoriasis.  Die vorwiegend kleinfleckige Psoriasis beginnt in der Regel in der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter und kann durch bestimmte Infektionen ausgelöst werden. 






Psoriasis inversa

Sie wird auch als intertriginöse Psoriasis bezeichnet und findet sich an den Achsenhöhlen, unter der Brust, in der Leistenregion und in Hautfalten in Nähe der Genitalien und des Gesäßes. Diese Form der Erkrankung erscheint als glatte, trockene Hautareale, die rot und entzündet sind, aber keine Schuppung zeigen wie bei der Plaque-Psoriasis. Aufgrund ihres Vorkommens in Hautfalten und empfindlichen Körperregionen ist die Psoriasis inversa besonders Reizungen durch Reibung und Schwitzen ausgesetzt. Sie tritt häufiger bei übergewichtigen Menschen auf und verursacht bei ihnen auch mehr Probleme.




Psoriasis-Erythrodermie

Eine besonders entzündliche Form der Psoriasis, bei der 100% oder fast 100% der Körperoberfläche betroffen sind und bei der somit keine oder fast keine normale Haut verbleibt. Sie kann durch die Anwendung bestimmter Arzneimittel (z.B. Arzneimittel aus der Substanzklasse von Kortison) ausgelöst werden oder als Folge eines schweren Sonnenbrands oder unzureichender Behandlung anderer Psoriasis-Formen auftreten. Sie ist die seltenste Form der Erkrankung und tritt am häufigsten bei Menschen mit instabiler Plaque-Psoriasis auf, wo die Läsionen nicht scharf abgegrenzt sind. Die Psoriasis-Erythrodermie ist durch eine periodisch auftretende, großflächige, feuerrote Entzündung der Haut charakterisiert. Das Erythem (Rötung) und die Exfoliation (das Abblättern) der Haut gehen häufig mit extremem Juckreiz und Schmerzen einher. Es können auch Schwellungen auftreten. 


Generalisierte Psoriasis pustulosa

Psoriasis pustulosa, die über weite Körperareale verbreitet ist, wird auch als Psoriasis pustulosa Typ Zumbusch bezeichnet und ist nach dem Arzt benannt, von dem die Erkrankung erstmalig in den frühen 1900ern beschrieben wurde. Bei dieser relativ seltenen Form der Erkrankung treten große Areale von geröteter Haut (Erythem) auf und die Haut wird akut schmerzhaft und empfindlich. Die Pusteln — Bläschen mit sterilem, nicht infektiösem Eiter— können auf der Haut entstehen, abtrocknen und dann in wiederholten Zyklen, die über mehrere Tage andauern, erneut auftreten. Dies ist eine sehr schwere Verlaufsform der Psoriasis, die schwierig zu behandeln ist. Das Durchschnittsalter von Patienten mit Psoriasis pustulosa ist 50 Jahre, aber die Altersschwankungen sind groß.

Lokalisierte Psoriasis pustulosa

Die Pusteln der Psoriasis können auf lokale Areale begrenzt sein, insbesondere auf die Hände und Füße.  Die Pusteln treten in einem verstreuten Muster überall auf geröteten Haut-Plaques auf, werden dann braun und schälen ab. Das Durchschnittsalter bei erstmaligem Auftreten ist 50 Jahre und sie ist bei Frauen häufiger. Sie ist ebenfalls schwierig zu behandeln und tritt häufig wiederkehrend auf.






Kopfhautpsoriasis

Sie zeichnet sich durch Läsionen vom Plaque-Typ aus. Die Hälfte aller Menschen mit Psoriasis haben Läsionen auf der Kopfhaut.








Nagelbeteiligung bei Plaque-Psoriasis

Diese Form der Psoriasis erscheint als große, tiefe und verstreut auftretende, tüpfelartige Grübchen auf den Nägeln. Die Fingernägel sind häufiger betroffen als die Zehennägel. Das Erscheinungsbild kann einer Pilzinfektion der Nägel (Onychomykose) ähneln und muss daraufhin getestet werden. Eine Nagelbeteiligung tritt bei bis zu 80% der Patienten mit psoriatischer Arthritis auf.






Psoriasis-Arthritis

Eine Gelenksentzündung (Arthritis) in Verbindung mit Psoriasis. Die Krankheit kann der rheumatoiden Arthritis ähneln und mit ihr verwechselt werden. Patienten mit Psoriasis-Arthritis haben jedoch in der Regel einen negativen Bluttest für rheumatoide Arthritis (<10% können positiv sein, im Vergleich zu 80% bei rheumatoider Arthritis).