Möglichkeiten der Behandlung

Biologische Arzneimittel, sogenannte ‘Biologika’ (oder ‚Biologics‘), sind eine neuere Behandlungsform gegen Psoriasis. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arzneimitteln, die chemisch synthetisch hergestellt werden, enthalten Biologika menschliche oder tierische Proteinbausteine. Biologische Arzneimittel gibt es bereits seit einiger Zeit. Bei Psoriasis blockieren biologische Arzneimittel die Aktivität bestimmter Immunzellen bzw. deren entzündungsfördernden Botenstoffen, die bei der Krankheit eine Rolle spielen.

In Deutschland können Biologika Patienten mit mittelschwerer und schwerer Psoriasis verordnet werden, wenn diese diese auf die konventionellen Behandlungsoptionen nicht angesprochen haben oder diese aufgrund von unannehmbaren Nebenwirkungen nicht weiter nehmen können, oder relevante Kontraindikationen dagegen bestehen. Biologische Arzneimittel werden als Injektion oder Infusion verabreicht. Wenn Ihr Hautarzt / Ihre Hautärztin denkt, dass Sie von einer dieser Behandlungen profitieren würden, wird er/sie die Vor- und Nachteile mit Ihnen besprechen, bevor eine derartige Therapie eingeleitet wird.

Anti-IL-12/23 Therapie
Zwei Botenstoffen, dem Interleukin-12 (IL-12) und dem Interleukin-23 (IL-23), wird eine zentrale Rolle in der Entstehung der Psoriasis zugeschrieben. Ein gegen diese beiden Botenstoffe gerichteter Antikörper inhibiert deren Funktion und blockiert damit den chronischen Entzündungsprozess, der zu den Symptomen der Schuppenflechte führt. Dieses Biologic wird in der Erhaltungstherapie alle 12 Wochen unter die Haut gespritzt.
            TNFα-Blocker
Mehrheitlich sind die heute zur Verfügung stehenden Biologics TNF-α-Blocker. Dies sind Eiweiße, die sich gegen den Tumor-Nekrose- Faktor alpha richten, der die Hautentzündungen unterhält und verstärkt. Je nach Medikament sind zur Therapie der Psoriasis von zwei Injektionen wöchentlich bis zu Infusionen alle zwei Monate nötig.